10 Jahre A.A.F.Ö. Festakt bei den Kameraden in Wien Süd – Inzersdorf

Ich möchte gleich eingangs anmerken, dass die Gedenkfeier in Erinnerung an die Gründung des Vereins „Vereinigung der ehemaligen Legionäre Frankreichs in Österreich“ (1995–2005) mit Unterstützung des Obmanns Anton von KOBLENZ im Vereinslokal der Kameradschaft Wien Süd – Inzersdorf, Gasthaus Koci, Draschestraße 81, 1230 Wien, am 1. Oktober 2005 abgehalten wurde.

Der Präsident der A.A.F.Ö. Josef BICHLER begrüßte die Ehrengäste, Kameraden, Freunde und Vertreter der anwesenden Vereine. Ferner die Abordnungen der Fahnen der Souvenir Français, der Combattants Français, der Association des Anciens Legionaires Français, der ÖKB-Kameradschaft Wien Süd – Inzersdorf und Eisernes Kreuz 1813.

Der Ehrenpräsident RegRat Theodor PERHAB erinnerte an die Konstituierung der „Association des Anciens Legionaires Français en Autriche – Fremdenlegionäre“ am 23. September 1995. Er gab einen Überblick über die Tätigkeit des Vereins in den vergangenen zehn Jahren. Er bemerkte, dass wir in einer Epoche leben, in der Staatsgrenzen als trennende Schranken von Jahr zu Jahr immer stärker an Bedeutung verlieren. Somit hat sich unser Verein verpflichtet, mit österreichischen und internationalen Vereinigungen, welche die militärische Tradition pflegen, zusammenzuarbeiten, und damit einen Beitrag für das gegenseitige Verstehen sowie für Frieden und Sicherheit zu leisten.

Der Generaldelegierte der „Souvenir Français“ in Österreich und Präsident der „Association des Anciens Combattants et Reservistes Français residant en Autriche“ M. Michel LAPIERRE brachte eine kurze Zusammenschau von der Gründung der Fremdenlegion im Jahre 1831 bis zur Schlacht von Dien Bien Phu im Jahre 1954.

Der Präsident der Internationalen Österreichischen Reservisten-Gemeinschaft (I.Ö.R.G.) übermittelte Grüße und hob die gute Zusammenarbeit seit der Gründung des Vereins der Legionäre bis zum heutigen Tag hervor.

Der Obmann der Kameradschaft Wien Süd – Inzersdorf und Vizepräsident des ÖKB Anton von KOBLENZ hob hervor, dass die Grundpfeiler aller militärischen Traditionsvereine – einschließlich der Fremdenlegionäre – Ehre, Anständigkeit, Pflichtbewusstsein, Disziplin, Pflege des Brauchtums, Hilfsbereitschaft, Kameradschaft und Wahrung des Friedens sind.

Im Anschluss an die Rede hat Herr Anton von KOBLENZ den „Kronprinz-Rudolf-Orden 1874“ für besondere Verdienste dem Generaldelegierten der „Souvenir Français“ M. Michel LAPIERRE und dem Ehrenpräsidenten der A.A.F.Ö. RegRat Theodor PERHAB verliehen. Der Orden erinnert an die Gründung des „Militär-Veteranen-Vereins Kronprinz Rudolf 1874“, dessen Protektorat Kronprinz Erzherzog Rudolf (1858–1889) übernahm.

In Dankbarkeit für den Orden möchte ich in Erinnerung rufen, dass mit Beginn der Neuzeit Österreich vom mittelalterlichen Lehensstaat in einen modernen Beamtenstaat umgewandelt wurde. Für die politische Verwaltung wurden zwei Regierungsbehörden (Regimenter), für die Finanzen zwei Rechnungskammern (Reitkammern) eingerichtet. In diesem Zusammenmhang berichtet die Chronik von einem Ritter Johann von KOBLENZ. Dieser war Herr zu Posseck und Mossa sowie Feldhauptmann. Im Jahre 1550 war er Gesandter in Moskau, später Geheimer Rat und Präsident der Steiermark, 1587 erzherzoglich-österreichischer Kanzler und letztlich kaiserlicher Vizekanzler. Er starb 1594.

Der französische Verteidigungsattaché Lt. Colonel COLEMAN schloss in seiner Rede die Soldaten- und Traditionsvereine mit ein. Als ehemaliger Offizier in der Fremdenlegion (1. REC) besteht ein besonderes Verhältnis zu den ehemaligen Legionären.

Die Totenehrung erfolgte durch den Präsidenten BICHLER, wobei mit einer Schweigeminute aller toten Kameraden gedacht wurde.

Im Schluss wort bedankte sich Präsident BICHLER für das Kommen und wünschte noch ein gemütliches Beisammensein.