8. Jour fixe – 2004

am Donnerstag, dem 16. September 2004 in der Steiermark

Da nicht alle Legionskameraden – aus welchen Gründen auch immer – am Jour fixe in Wien teilnehmen können, hat der Vorstand des Vereins der A.A.F.Ö. beschlossen, das Kameradschaftstreffen im September in der Steiermark abzuhalten.

Präsident Josef BICHLER

bekannt dafür, mit dem Vereinsgeld sparsam umzugehen, verfügte, dass für alle Vereinsmitglieder

– sowohl ordentliche als auch unterstützende Mitglieder – die Busfahrt, das Mittagessen mit Ge-tränken aus der Vereinskasse bestritten wurde. Für Gäste war die Busfahrt gratis, für Speisen und Getränke mussten sie selbst aufkommen.

Vizepräsident Franz REISCHL

bereitete in der „Pension-Gasthof Schweinzger“ in Lang (polit. Bez. Leibnitz/Steiermark) alles für den Jour fixe am 16. September vor. Er konnte auch einen Heurigenwirt dazu bewegen, sein Lokal auf der Bergeshöhe für unsere Vereinsmitglieder aufzuschließen.

Am Donnerstag, dem 16. September 2004

waren die meisten Teilnehmer (35 Personen) bereits eine halbe Stunde früher am Treffpunkt, so dass die Abfahrt von der U6-Station Alterlaa um 07.00 Uhr erfolgen konnte.

Unser Buschauffeur,

der sich als „Josef“ vorstellte, wünschte uns allen eine „gute Fahrt und einen schönen Aufenthalt in der Steiermark“, worauf unser Präsident – ebenfalls ein „Josef“ – unbedingt seinen Senf dazu geben musste. Beide Wortmeldungen wurden mit kräftigem Applaus quittiert und durch Hundegebell unterstützt. Frau HAGER bewirtete die Busreisenden mit Brot und Rotweinlikör.

Beim Autobahn-Restaurant „Landzeit“ in Loipersdorf

wurde die Busfahrt unterbrochen, und die Biertrinker konnten an der Theke ihre ersten kameradschaftlichen Kontakte pflegen.

Der 8. Jour fixe

wurde wie vorgesehen pünktlich um 11.00 Uhr eröffnet. Es waren 39 Personen anwesend.

Die Tagesordnung

wurde ohne Gegenstimmen und ohne Stimmenthaltung gebilligt.

Präsident Josef BICHLER

begrüßte die Ehrengäste aus Frankreich, die Freunde der Kameradschaft Wien-Inzersdorf, die Kameradschaft Heldendenkmal, die Kameradschaft 18/13 sowie alle Frauen, Ehrenmitglieder, Vorstandsmitglieder und Legionskameraden.

Besonders begrüßt wurden vom Präsidenten

die drei Fallschirmjäger (Parachutists – Baret Rouge) aus Frankreich, die in Begleitung unseres Legionskameraden Franz SCHEIBNER mit Gattin – die Ehrenmitglied des Vereins ist – aus Wien angereist waren, M. Michel LAPIERRE, Generaldelegierter des Souvenir Français und Präsident der Anciens Combattants in Österreich, Anton von KOBLENZ, Obmann der Kameradschaft Wien-Süd Inzersdorf mit Gattin, Mme Chantel PHELIPPEAU, Sekretärin der Association des Anciens Combattants Français in Österreich, die Obfrau der Kameradschaft Heldendenkmal Charlotte WERDECKER, die Abordnung der Kameradschaft 18/13, das Ehrenmitglied Peter FRITZ, Bundesordens-Referent des Ö.K.B. und Obmann-Stellvertreter des IR. 1, unser Legionskamerad Franz WOLF aus Graz sowie alle Legionskameraden aus der Steiermark und Wien, insbesonders alle anwesenden Gäste.

Grüße wurden übermittelt

vom ehemaligen Fahnenträger und Ehrenmitglied Karl VIGL aus Mils in Tirol, der auch eine Spende von €50,— für den Verein übermittelt hat, sowie telefonisch vom Kameraden Franz KOPEINIG aus Stuttgart, der eine Spende in der Höhe von €25,— überwiesen hat. Unser Schriftführer Walter PAMPERL übermittelte ebenfalls telefonisch Grüße und teilte mit, dass er vom Erholungsaufenthalt in Alland zurück in Wien ist. Er hat bereits 3 kg zugenommen, weitere 8 kg sind aber noch notwendig. Beim Jour fixe im Oktober wird er wieder anwesend sein.

Entschuldigt hat sich

das Ehrenmitglied und Rechnungsprüfer Rudolf ASCHENBRENNER.

Zur Vereinsfahne

merkte Präsident BICHLER an, dass in letzter Zeit zwei Fahnenbänder hinzu gekommen sind: eines zur Erinnerung an das 130-Jahre-Jubiläum der Kameradschaft des ÖKB Gumpoldskirchen am 19. Juni 2004, das andere bei der 130-Jahrfeier der Kameradschaft Wien-Süd Inzersdorf (Kronprinz Rudolf) am 5. September 2004. Alle Ausrückungen zu den Gedenkfeiern erfolgten mit Volldekoration.

Das Problem der Vereinfahne wurde insofern gelöst, indem dieselbe in der französischen Botschaft beim Attaché de Defence Lt.-.Col. Richard COLEMAN hinterlegt ist.

Die Weihnachtsfeier 2004

findet am 16. Dezember 2004 um 18.00 Uhr im Restaurant Eberhardt, Sparkassaplatz 1, 1150 Wien statt. Näheres wird im Oktober bekannt gegeben.

Kalender

Präsident BICHLER hat für das Jahr 2005 wieder 200 Stück anfertigen lassen. Der Stückpreis wird € 2,—betragen, wobei ein kleiner Gewinn der Vereinskassa zufließt.

Die Broschüre „Indochina“

wird Ende Oktober fertiggestellt sein. Sie wird 48 Seiten mit Photos umfassen. Wegen des Herstellungspreises ist Präsident BICHLER noch in Verhandlungen. Er hofft, 200 Stück an den Mann bringen zu können, womit sich der Preis auf €5,— bis €6,— pro Exemplar belaufen wird.

Kurt Bosak,

unser Legionskamerad, wurde am 18. August auf dem Wiener Zentralfriedhof zu Grabe getragen. Der Verein der A.A.F.Ö. gab ihm mit der Vereinsfahne und einem Kranz die letzte Ehre: Wir werden ihn nicht vergessen.

Die Totenehrung

erfolgte durch den Präsidenten im Gedenken an Kamerad Kurt BOSAK und aller unserer verstorbenen und gefallenen Kameraden mit einer Gedenkminute.

Wortmeldungen

erfolgten keine.

Präsident BICHLER

beendete den offiziellen Teil um 11.55 Uhr und wünschte guten Appetit zum anschließenden Mittagessen und angenehme Unterhaltung beim weiteren gemütlichen Beisammensein.

Der Heurigen-Besuch

Als Chronist des Tagesberichtes kann ich nicht sagen, wie es zustande kam, dass die Jour-fixe-Teilnehmer unaufgefordert vor dem Gasthof – wie die Regierungschefs bei EU-Tagungen – Aufstellung nahmen, um sich photgraphisch verewigen zu lassen. Offensichtlich dürfte man beim Mittagessen Raum und Zeit vergessen haben. Jedenfalls erfolgte die Abfahrt zum Heurigen am Nachmittag. Uns erwartete ein gepflegtes Heurigenlokal am Rande des steirischen Hügellandes mit Blick über die Weingärten und die weite Ebene des Leibnitzer Beckens. Präsident BICHLER überraschte uns damit, dass er die Kosten für den Wein aus seiner Privatschatulle übernahm. In kameradschaftlicher Eintracht erfolgte schließlich die Heimfahrt nach Wien.

Für den Schriftführer Der Präsident Reg. Rat Theodor PERHAB m.p. Josef BICHLER m.p.